Otimed® Globuli

Homöopathisches Arzneimittel bei Neigung zu Mittelohrentzündungen (Otitis media)

Darreichungsform:
Streukügelchen (Globuli) zum Einnehmen für Kleinkinder
ab 1 Jahr, Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Otimed - Kindgerecht bei Mittelohrentzündungen 

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
5 g, PZN 13780643 sowie 10 g, PZN 13780666

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindgerecht bei Otitis mediaBis zur Vollendung des 3. Lebensjahres haben mehr als zwei Drittel aller Kinder eine, etwa die Hälfte dieser Kinder drei oder mehr Episoden einer akuten Otitis media (AOM) erlitten.1 Nicht bei allen betroffenen Kindern ist eine antibiotische Therapie notwendig. Aufgrund der Latenz des antimikrobiellen Effekts zeigt eine Antibiose innerhalb der ersten 24 Stunden keinen Vorteil gegenüber Placebo. Nach 2-3 Tagen profitieren lediglich 4 %,  nach 4-7 Tagen 9 % der Patienten von der Antibiotikagabe.2 Metaanalysen zeigen, dass nur bei einem von 17 mit Antibiotika behandelten Kindern innerhalb von 1-2 Tagen eine Schmerzreduktion zu erreichen ist (NNT = Number Needed to Treat). Zugleich lag die NNH (= Number Needed to Harm) ebenfalls bei 1:17 -  eines von 17 behandelten Kindern zeigt eine unerwünschte Nebenwirkung wie Diarrhö, Erbrechen oder Hautausschlag.3 Auch Aspekte wie die Bahnung von Antibiotikaresistenzen sind bei der Therapieentscheidung abzuwägen.

Otimed® Globuli sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Behandlung von Kleinkindern ab 1 Jahr zugelassen. Für diese Altersgruppe wird folgende Abwägung von antibakterieller versus observierender Therapie empfohlen:

Alter leichte Ohrenschmerzen
und Temperatur < 39° C
mäßige bis schwere Ohrenschmerzen
oder Temperatur ≥ 39°C
ab 1 Jahr Observation durch einen Therapeuten
und Otimed®
antibakterielle Therapie
Obligatorische antibakterielle Therapie bei Otorrhö, Risikofaktoren (z.B. otogene Komplikationen, Immundefizit)
und wenn keine sichere Verlaufkontrolle möglich ist.


Bewährte Wirkstoffkombination

Calcium jodatum ist nach Einstufung der Kommission D für die Therapie von chronischer Mittelohrvereiterung und zu Erkältung neigenden Kindern positiv bewertet. Es ist indiziert bei chronisch-rezidivierender Otitis media mit erhöhter Infektanfälligkeit im Bereich der oberen Atemwege.

Pulsatilla pratensis wird zur Beseitigung von Restbeständen akuter Erkrankungen, insbesondere über die Förderung des Sekretabflusses, eingesetzt. Darüber hinaus liegen gute Erfahrungen bei der Therapie des akuten Schnupfens, der Bronchitis und bei Schleimhautkatarrh unter Mitbeteiligung der Ohren vor. Die Fachliteratur sieht den Einsatz von Pulsatilla pratensis vor bei akuter Otitis media, Masernotitis, Gehörgangsentzündung sowie bei:

• Mittelohrentzündungen mit starken, stechenden und pulssynchronen Schmerzen
• chronischen, therapieresistenten Verlaufsformen der Otitis media
• Ohrgeräuschen
• schmerzhaftem Druckgefühl im Mittelohr

Die Kombination beider homöopathischer Einzelmittel verbessert im akuten und chronischen Zustand der Mittelohrentzündung zudem die Tubenfunktion.

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Neigung zu Mittelohrentzündungen. Hinweis: Bei Fieber und länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zusammensetzung:

In 1 g Globuli (Größe 5) sind verarbeitet - Wirkstoffe nach Art und Menge:

Pulsatilla pratensis Dil. D 4 0,005 g
Calcium jodatum Dil. D 4 0,005 g

Enthält Sucrose. Hergestellt nach homöopathischem Arzneibuch.

Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei Säuglingen unter 1 Jahr sowie bei Jodüberempfindlichkeit. Bei Schilddrüsenerkrankungen nicht ohne ärztlichen Rat anwenden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen und aufgrund des Alkoholgehaltes sollte Otimed® in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:

Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden kann. Die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6 x täglich, je 5 Globuli (maximal 30 Globuli/Tag) ein. Eine über 1 Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen. Bei chronischen Verlaufsformen 1-3 x täglich 5 Globuli (maximal 15 Globuli/Tag) einnehmen.
Kinder zwischen 6 und 12 Jahren nehmen bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6 x täglich, je 3-4 Globuli (maximal 20 Globuli/Tag) ein. Eine über 1 Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen. Bei chronischen Verlaufsformen 1-3 x täglich 3-4 Globuli (maximal 10 Globuli/Tag) einnehmen.
Kleinkinder ab 1 Jahr und bis 6 Jahren nehmen bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6 x täglich, je 2-3 Globuli (maximal 15 Globuli/Tag) ein. Eine über 1 Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen. Bei chronischen Verlaufsformen 1-3 x täglich 2-3 Globuli (maximal 10 Globuli/Tag) einnehmen. Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.

Nebenwirkungen:

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Haltbarkeit nach Anbruch:

1 Jahr

1 Vergison A, Dagan R, Arguedas A, et al.: Otitis media and consequences: beyond the erache. Lancet Infect Dis 2010; 10: 195-203
2 Rosenfeld R (ed.): Evidance-based Otitis media. 2nd edition. Canada: Hamilton, ON 2003; 28
3 Leshel, M: Die Selbstheilungskräfte natürlich aktivieren. HNO Nachrichten, 10/2003: 54-55

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