Arctostaphylos uva-ursi

Echte Bärentraube

     
Arctostaphylos urva-ursi (1)    


"Der Name Arctostaphylos uva ursi birgt insofern eines doppelten Pleonasmus in sich, als die griechisch-lateinischen Wortpaare "arktos" und "ursus" (=Bär), "staphyle" und "uva" (=Traube) bedeuten.Die Bezeichnung Bärentraube ist kein Volksname, sondern lediglich die Übersetzung des Obigen. Die Beerenfrüchte der Vaccinoideen sollen eine bevorzugte Nahrung der Bären des hohen Nordens bilden. Die Bärentraube ist eine Arzneipflanze des Nordens, wo sie schon lange benutzt worden zu sein scheint, ehe sie sich im 13. Jahrhundert in den Arzneibüchern Englands findet. Da die Bärentraube als nordische Pflanze sowohl bei Dioskorides als auch bei Plinius fehlt, wissen auch die sich auf diese stützenden Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts nichts oder nicht viel von ihr zu berichten. In Deutschland fand sie wie in den romanischen Ländern erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts die Aufmerksamkeit der Ärzte." (aus: Ludwig Kroeber, Das neuzeitliche Kräuterbuch, 1948) 

Beschreibung: Die echte Bärentraube bildet niedrige Sträucher und ähnelt der Preiselbeere. Blätter: verkehrt eiförmig und ganzrändig, dunkelgrün und ledrig. Blüten: weiß bis rosa mit fünf zurückgeschlagenen Kronzipfeln und fünfspaltigem Kelch. Früchte: scharlachrote, innen mehlige, 7-8 mm große Steinfrüchte.

Vorkommen: Kanada, Alpen, Apennin, Mittelgebirge und Kiefernwälter Nordeurpas bis zu einer Höhe von 2.800 m. Die Echte Bärentraube bevorzugt trockene, sonnige Heiden, Berwälder und geschützte Felsnischen.

Blütezeit: März bis Juni

Verwendung in der Phytotherapie (Blätter): Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege (gemäß Aufbereitungsmonographie Kommission E)

Verwendung in der Homöopathie: Entzündungen der ableitenden Harnwege (gemäß Aufbereitungsmonographie Kommission D)

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