Atropa belladonna

Tollkirsche

 
Atropa belladonna (1)  Atropa belladonna (2)  

"Der Gattungsnamen Atropa geht zurück auf das griechische "atropos" (= unabwendbar). Mit diesem Namen wurde in der griechischen Mythologie diejenige der drei Parzen, die den Lebensfaden abschneidet, bezeichnet. Damit soll die starke Giftigkeit der Tollkirsche zum Ausdruck gebracht werden. Den wohlklingenden Beinamen belladonna (ital. = schöne Frau) soll die Pflanze dem Umstande zuzuschreiben haben, daß die blaßgesichtigen Italienerinnen ihre Wangen mit dem rotvioletten Safte der fleischigen Beeren zu färben pflegten. Andere denken dabei aber, wahrscheinlich mit mehr Berechtigung, an die pupillenvergrößernde Eigenschaft des im Safte enthaltenen Atropins. Große feurige Augen haben ja seit jeher als ein Schönheitsattribut der Frauen gegolten". (aus: Ludwig Kroeber, Das neuzeitliche Pflanzenbuch, 1948)

Beschreibung: Die Tollkirsche ist eine ausdauernde, krautartige Pflanze mit stumpfkantigen, verästelten Stängeln und wird bis zu 150 cm hoch. Blätter: eiförmig bis elliptisch zugespitzt, wechselständig, an den oberen Sprossteilen paarig. Blüten: aussen braunviolett, innen gelb mit roten Adern. Früchte: glänzend schwarz, kirschgroß mit nieren- bis eiförmigen Samen.

Vorkommen: Europa, Kleinasien, Nordafrika in Laubwäldern, auf Lichtungen und Weiden.

Blütezeit: Juni bis August

Verwendung in der Phytotherapie: Entfällt (Tödlich giftige Pflanze)

Verwendung in der Homöopathie: u.a. Hochfieberhafte Entzündungen der Mandeln, der Atemorgane, des Magen-Darm-Kanals, der Harn- und Geschlechtsorgane, der Gehirnhäute, der Haut und der Gelenke. (gemäß der Aufbereitungsmonographie der Kommission D)

 

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