Aconitum napellus

Blauer Eisenhut

 Aconitum napellus    
Aconitum napellus (1)    

"Der Sage nach ist das Akonit aus dem Geifer des Höllenhundes Cerberus entstanden, als ihn Herakles an die Oberwelt brachte. Die Zauberin Medea soll versucht haben, mit dem Akonit ihren Stiefsohn Theseus, als er fremd ins Vaterhaus heimkehrte, aus dem Wege zu räumen. Seit alten Zeiten galt das Akonit für das am schnellsten tötende Pfeil-, Speer- und Schwertgift. Plinius, der lediglich die Anwendung des Akonit bei Augenleiden kennt, nennt ihn den vegetabilischen Arsenik. Auch Dioskorides weiß nichts von einer medizinischen Anwendung der Akonitknollen, die lange vor ihm in der alten arabischen, persischen und chinesischen Medizin bekannt waren, zu berichten. Die Einführung des Akonits in die Heilkunde erfolgte ab 1762 durch den Wiener Krankenhausarzt Anton von Stoerck" (aus: Ludwig Kroeber, Das neuzeitliche Kräuterbuch, 1948)

Beschreibung: Aconitum napellus ist eine ausdauernde Pflanze mit einer rübenförmigen, schwärzlichen Wurzel und einer Höhe von bis zu 150 cm. Stengel: kräftig, kahl oder schwach behaart. Blätter: gestielt, fünf- bis siebenteilig und handförmig. Blüten: blaue, helmartige, als dichte Traube stehende Blüten.

Vorkommen: Den Eisenhut findet man in Europa auf fetten Böden, feuchten Weiden und Gebüschen bis in die Bergregionen.

Blütezeit: Juni bis September

Verwendung in der Phytotherapie: Entfällt! Alle Pflanzenteile sind tödlich giftig

Verwendung in der Homöopathie: lediglich ab der D4 u.a. bei hochakuten entzündlichen Erkrankungen, schmerzhaften Nervenerkrankungen, hochakuten Herzsensationen mit Angstzuständen (gemäß Aufbereitungsmonographie der Kommission D)

 

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