Herniol® Injekt 

Homöopathisches Arzneimittel bei Erkrankungen der Harnorgane

Darreichungsform:
Flüssige Verdünnung zur i.m., i.v., s.c. Injektion

 Herniol Injekt - homöopathisches Arzneimittel bei Erkrankungen der Harnorgane

Packungsgrößen und Pharmazentralnummern:
N1-5 Ampullen zu 2 ml, PZN 0072471 / N2-25 Ampullen zu
2 ml, PZN 0073074

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Begriff "Urogenitalsystem" werden Nieren, ableitende Harnwege und Geschlechtsorgane zusammengefasst. Dabei sind insbesondere Nieren und Harnblase von entzündlichen Erkrankungen betroffen. Die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), die fast immer mit einer Entzündung des eigentlichen Nierengewebes (Nephritis) verbunden ist, ist die häufigste Erkrankung der Nieren. Entzündungen der Harnblase (Zystitis) werden meist durch aufsteigende Entzündungen aus der Harnröhre verursacht. Von einer Zystitis sind vor allem Frauen sowie Männer im fortgeschrittenen Alter (oft im Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung) betroffen. Als Alternative zur herkömmlichen medikamentösen Therapie bieten sich - auch aufgrund ihrer guten Verträglichkeit - homöopathische Präparate wie Herniol® Injekt an. Es ist eines der wenigen im Anwendungsgebiet "akute Entzündungen der Schleimhäute der Harn- und Geschlechtsorgane" zugelassenen Homöopathika. Herniol® Injekt Ampullen zur s.c., i.m. oder i.v. Injektion enthalten Verdünnungen von Acidum arsenicosum und Lytta vesicatoria jeweils in der Potenzstufe Dil. D6.

Wirkungsrichtungen der in Herniol® Injekt enthaltenen Einzelmittel (Auszug)

Acidum arsenicosum bzw. Arsenicum album ist ein tief wirkendes Mittel für Entzündungen aller Schweregrade in allen Geweben und Organen. Gemäß Kommission D ist ferner seine Wirksamkeit belegt bei schweren Infektionen, Verschleißkrankheiten sowie bei gutartigen und bösartigen Gewebewucherungen. Brennende Schmerzen, die durch Wärme gebessert werden sowie unlöschbarer Durst gehören zu seinen wichtigsten Symptomen. Es ist laut Boericke wahrscheinlich das beste homöopathische Mittel bei chronischer Nephritis. Genannt wird Arsenicum album auch in Zusammenhang mit Brennen in Blase und Harnröhre, Harnverhaltung, Albuminurie und Hämaturie, schmerzhaften Entzündungen der Genitale sowie Herpes genitalis.

Lytta vesicatoria / Cantharis (Spanische Fliege, Blasenkäfer) ist ein flugfähiger, sich von grünen Pflanzen ernährender Käfer mit metallisch glänzenden Flügeldecken. Bei Berührung durch vermeintliche Angreifer kommt es zum Auftreten einer Autohämorrhoe, einer Reflexblutung, welche cantharidinhaltige Hämolymphe abscheidet, um Feinde abzuwehren.

Neben der medizinischen Anwendung in Cantharidenpflastern ist Lytta vesicatoria ein sehr wichtiges homöopathisches Mittel. Es wirkt vor allem auf die Harnorgane und ist indiziert bei akuten Entzündungen der Schleimhäute, vor allem des Harn- und Geschlechtsapparates. Brennender Schmerz und unerträglicher Drang zum Wasserlassen sind oft charakteristisch. Bewährt hat sich Cantharis in der Homöopathie bei akuter und chronischer Zystitis, Nephritis und Gonorrhoe, ferner bei Harnröhrenentzündung und Reizblase. Die Fachliteratur erwähnt Cantharis auch bei Eichel- und Vorhautentzündung, Phimose, schmerzhaftem Priapismus (Dauererektion), Schwellung und Rötung der Vulva, Eierstockentzündung (Oophoritis) und Eileiterentzündung (Adnexitis).

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Akute Entzündungen der Schleimhäute der Harn- und Geschlechtsorgane.

Zusammensetzung:

1 Ampulle zu 2 ml enthält - Wirkstoffe:

Acidum arsenicosum Dil. D 6 1,00 g
Lytta vesicatoria Dil. D 6 1,00 g

Gemeinsam potenziert über die letzten zwei Stufen mit Wasser für Injektionszwecke. Sonstiger Bestandteil: Natriumchlorid (Isotonisierungsmittel).

Gegenanzeigen:

Keine bekannt. Da für die Anwendung von Herniol® Injekt bei Kindern keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen, sollte Herniol® Injekt bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden. Ähnliches gilt auch für die Schwangerschaft und Stillzeit. Da auch hier keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollte bei Schwangeren und Stillenden die Anwendung von Herniol® Injekt nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Wechselwirkungen:

Keine bekannt. Allgemeiner Hinweis: In der Homöopathie ist bekannt, dass die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden kann. Die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel sollte hier ebenfalls berücksichtigt werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Bei akuten Zuständen parenteral 1 - 2 ml bis zu 3 x täglich intramuskulär, subcutan bzw. intravenös. Bei chronischen Verlaufsformen 1 - 2 ml pro Tag i.m., s.c., oder i.v. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Schwere, Art und Verlauf der Erkrankung. Herniol® Injekt sollte ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit angewendet werden.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 5 Jahre.

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