Osteoplex®

Homöopathisches Arzneimittel bei Knochenerkrankungen (z.B. Osteoporose)

Darreichungsform:
Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

Osteoplex - homöopathisches Arzneimittel bei Osteoporose 

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
N2-100 ml, PZN 7772869

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Skelett, das aus etwas über 200 Knochen besteht, schützt nicht nur - wie beispielsweise der Brustkorb - die inneren Organe, sondern trägt uns im wahrsten Sinne durch das Leben. Die dabei auf die Knochen wirkenden Kräfte sind, ähnlich wie bei den Gelenken, erstaunlich hoch.

Um den permanenten Belastungen standhalten zu können, unterliegen auch die Knochen eines Erwachsenen einem ständigen Umbau. Während in den ersten 30 Lebensjahren mehr Knochen aufgebaut wird, nimmt danach die gesamte Knochenmasse beständig ab. Auch dies ist ein gewöhnlicher Alterungsprozess. Wurde in den Jugendjahren jedoch zu wenig Knochen aufgebaut oder baut sich der Knochen im Alter zu schnell ab, kann eine Osteoporose entstehen.

Risikofaktoren für die Entstehung einer Osteoporose sind:

• positive Familienanamnese
• Genussgifte wie Nikotin, Koffein und Alkohol
• geringe körperliche Aktivität
• Untergewicht, schlanker Habitus
• Vitamin D – Mangel (zu wenig Sonnenlicht)
• niedrige Calciumaufnahme (Abneigung gegen Milch und Molkereiprodukte)
• erhöhte Aufnahme phosphathaltiger Lebensmittel (Fleisch, Cola ...)
• Östrogenmangel (frühe Menopause, Nullipara/Kinderlosigkeit, Ovarektomie)
• chronische Hungerzustände, Malnutrition, Malabsorption

Die Diagnose „Osteoporose“ wird üblicherweise im Rahmen einer Knochendichtemessung gestellt. Diese ermöglicht es, die Erkrankung früh – also vor dem Auftreten der ersten bemerkbaren Krankheitszeichen – festzustellen und eine Therapie zu beginnen.

Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel der Frauen nach den Wechseljahren an einer Osteoporose erkranken – bei Männern tritt die Erkrankung erst ab dem 70. Lebensjahr ähnlich häufig auf. Zu Beginn verläuft die Osteoporose noch unmerklich. Führt die Abnahme der Knochenmasse dann auch zu einer Verschlechterung der Knochenstabilität, besteht die Gefahr von Knochendeformationen und -brüchen. Sichtbares Zeichen der Knochendeformation im Bereich der Wirbelsäule ist die mit zunehmendem Alter auftretende Abnahme der Körperhöhe und die damit verbundene Veränderung der Körperhaltung. Die für Patienten mit einer fortgeschrittenen Osteoporose typischen Knochenbrüche treten meist am Oberschenkelhals, am Handgelenk und an den Wirbeln auf.

Eine naturheilkundliche Therapie mit homöopathischen Arzneimitteln zielt darauf ab, die Knochenmasse und -stabilität zu erhalten und nach Knochenbrüchen die Neubildung von Knochensubstanz (Kallus) anzuregen.

Wirkungsrichtungen der homöopathischen Einzelmittel entsprechend Monographien der Kommission D und Fachliteratur:

Acidum silicicum / Silicea (Kieselsäure): Stütz- und Bewegungsapparat: Chronische Entzündungen der Knochen und Gelenke; Gewebsschwäche im Bandapparat der Knochen und Gelenke

Calcium carbonicum Hahnemanni (Austernschalenkalk): Kalkstoffwechselstörungen; Entzündliche Prozesse; Rheumatoide Schmerzen in allen Muskeln, Knochen und Gelenken

Calcium phosphoricum (Calciumhydrogenphosphat): Kalkmangelzustände; Wirbelsäulenerkrankungen; Neigung zu Rückgratverkrümmung und Gelenkrheuma; Schmerzen in allen Gelenken, Symphysen und Knochennähten.

Symphytum (Beinwell): Knochen- und Knochenhautverletzungen; Schmerzen der Knochen, des Periosts oder der Gelenke nach einer Verletzung oder Fraktur; Schmerzen rheumatischen Ursprungs.

Mit dieser Kombination enthält Osteplex® wichtige und potente Homöopathika zur Regulation der Auf- und Abbauvorgänge am Knochen. Die vier homöopathischen Substanzen wirken vor allem regulierend auf eine überschießende Aktivität der abbauenden Zellen und fördern somit den Knochenaufbau. Sie tragen daher zur vermehrten Stabilität und Festigkeit des Knochens bei.

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützung der Behandlung von Knochenerkrankungen bei Kalkstoffwechselstörungen.

Im Rahmen der ICD-10 Klassifikation gehören hierzu folgende Erkrankungen:

E 55.0 Floride Rachitis, Osteomalazie im Kindes- und Jugendalter
M 48.4 Ermüdungsbruch eines Wirbels
M 80-85 Veränderungen der Knochendichte und -struktur
M 80 Osteoporose mit pathologischer Fraktur (M 80.0 - M 80.9)
M 81 Osteoporose ohne pathologische Fraktur (M 81.0 - M 81.9)
M 82 Osteoporose bei anderenorts klassifizierten Krankheiten (M 82.0 und M 82.8)
M 83 Osteomalazie im Erwachsenenalter (M 83.0 - M 83.9)
M 84 Veränderungen der Knochenkontinuität (M 84.0 - M 84.9)
M 85 Sonstige Veränderungen der Knochendichte und -struktur (M 85.8 und M 85.9)
M 88          Osteodystrophia deformans (Paget-Krankheit)
M 89.0 Sudeck-Knochenatrophie
M 89.1 Stillstand des Epiphysenwachstums
M 89.2 Sonstige Störungen der Knochenentwicklung und des -wachstums
M 96.0 Pseudoarthrose nach Fusion oder Arthrodese
M 96.6 Knochenfraktur nach Einsetzen eines orthopädischen Implantats
Q 77.9 Osteochondrodysplasie mit Wachstumsstörungen der Röhrenknochen und der Wirbelsäule

Hinweis: Bevor die Behandlung mit Osteoplex® begonnen wird, sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Der Patient soll angehalten werden, medizinischen Rat einzuholen, wenn die Beschwerden trotz vorschriftsmäßiger Dosierung unvermindert anhalten. Die Anwendung von Osteoplex® ersetzt nicht andere verordnete Arzneimittel oder Therapiemaßnahmen.

Zusammensetzung:

10 g enthalten: Arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge:

Acicum silicicum (Kieselsäure) Dil. D 12 2,5 g
Calcium carbonicum Hahnemanni (Austernschalenkalk) Dil. D 12 2,5 g
Calcium phosphoricum (Calciumhydrogenphosphat) Dil. D 12 2,5 g
Symphytum officinale (Beinwell) Dil. D 8 2,5 g

Gemeinsam potenziert über die letzten beiden zwei Stufen mit Ethanol 30 %.

Gegenanzeigen:

Da für die Anwendung von Osteoplex® bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollte Osteoplex® bei Kindern unter 12 Jahren nicht ohne besonders sorgfältige Beobachtung eingesetzt werden. Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen, sollte Osteoplex® in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Enthält 36 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen:

Keine bekannt. Allgemeiner Hinweis: In der Homöopathie ist bekannt, dass die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden kann.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Bei akuten Zuständen je 5-10 Tropfen alle halbe bis ganze Stunde, jedoch höchstens 12 mal täglich; bei chronischen Verlaufsformen je 5-10 Tropfen 1-3 mal täglich. Mit Wasser verdünnt am besten zwischen oder vor den Mahlzeiten einnehmen. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Schwere, Art und Verlauf der Erkrankung. Über längere Zeit sollte Osteoplex®, so wie alle Medikamente, nur bei entsprechender Indikation eingenommen werden.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 5 Jahre.

Steierl-Pharma GmbH - Mühlfelder Str. 48 - 82211 Herrsching

Telefon: 0 81 52 / 93 22 -0 Telefax: 0 81 52 / 93 22 -44