Tamechol®

Homöopathisches Arzneimittel bei Hauterkrankungen (z.B. Akne, Abszesse)

Darreichungsform:
Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

 Tamechol - homöopathisches Arzneimittel bei Hauterkrankungen (Akne und Abszesse)

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
N1-50 ml, PZN 5527338

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch heut gilt noch immer das Zitat des griechischen Arztes Hippokrates: „Ubi pus, ibi evacua“ – „Wo Eiter ist, dort entleere ihn“.

Fieber und Eiter haben zwei Aspekte gemeinsam: es sind biologisch wichtige Vorgänge und doch werden sie oft als eigenständige Krankheit gesehen und bekämpft. Dabei sollte man sie wertschätzen, denn sie sind effektive Reparaturmechanismen auf dem Weg zur Heilung. Als eitrig bezeichnet man jede Entzündung, in deren Exsudat sich vor allem neutrophile Granulozyten befinden, denen Zelltrümmer, sog. Detritus, beigemengt sind. Eitrige Entzündungen werden fast ausschließlich durch Bakterien hervorgerufen. Streptokokken bilden einen eher dünnflüssigen, Staphylokokken einen mehr rahmigen Eiter. Die Form einer eitrigen Entzündung hängt vor allem von ihrer Lokalisation ab - im Bereich Haut, Schleimhaut, in Hohlräumen, Organen oder Geweben.

Eitrige Entzündungen in einem vorgebildeten anatomischen Hohlraum, z. B. Gelenk, Darm oder Herzbeutel, bezeichnet man als Empyem. Empyeme entstehen durch eine direkte oder durch eine fortgeleitete Infektion.

Nicht wenige Bakterien, so auch Streptokokken, verfügen über Enzyme, die in der Lage sind, die Interzellularsubstanz des Bindegewebes aufzulösen. Die eitrige Entzündungsreaktion breitet sich dann im interstitiellen Bindegewebe von Geweben oder Organen aus. Diese Form ist die Phlegmone. Sie kann sich auch direkt unter der Haut abspielen.

Eine dritte Form von eitrigen Entzündungen ist der sog. Abszeß. Hierfür sind vor allem grampositive Staphylokokken verantwortlich. Sie veranlassen eine Gewebsnekrose, die von Granulozyten durchsetzt ist. Diese lösen mithilfe ihrer proteolytischen Enzyme das umgebende Gewebe auf. Ein mit Eiter und Bakterien gefüllter Hohlraum entsteht, der durch eine Abszeßmembran vom umgebenden Gewebe abgegrenzt ist und sich später nach außen entleert. Eine häufige und typische abszedierende Entzündung ist z. B. das Furunkel.

Im Normalfall ist jede Eiterung ein Durchgangsstadium auf dem Weg zur Wiederherstellung der gesunden Gewebestruktur und Gewebefunktion. Allerdings kann die Unfähigkeit, das auslösende Agens zu beseitigen, oder eine dauerhaft reduzierte Abwehrlage dazu führen, dass der Eiterprozess chronifiziert. Dann braucht es die Beseitigung der auslösenden Ursache. Diese kann vielfältiger Natur sein, z. B. Schmutz und Splitter in einer tiefen Hautwunde, oder eine zu fettreiche und säurebildende Ernährung bei Akne vulgaris. Als zweites braucht es Heilmittel wie z. B. Tamechol®, die den Eiterungsprozess beschleunigen, zur Abheilung bringen, die ursprüngliche Struktur und Funktion des Gewebes wiederherstellen und die dazu nötigen Überwindungskräfte stärken. Auf diesem Weg spielen die in Tamechol enthaltenen homöopathischen Einzelmittel Silicea (Acidum silicicum) und Myristica sebifera (Virola sebifera) eine wichtige Rolle.

Acidum silicicum (Silicea, Kieselsäure): Eiterungen sind ein Leitsymptom von Silicea: „Es wirkt auf alle Fisteln. Bringt Abszesse zum Reifen, da es die Eiterung fördert.“ (Boericke). Thema von Kieselsäure ist die unvollständige Assimilation und mangelhafte Überwindungskraft. Sie resorbiert und aktiviert chronifizierte und eingekapselte Prozesse, fördert das Ausscheiden des Eiters und die Abstoßung von Fremdkörpern aus dem Gewebe. Silicea ist indiziert, wenn jede kleine Verletzung eitert oder Eiterungen nicht zum Abschluss kommen, weil sie ins Stocken geraten sind oder sich verselbständigt haben. Eiterungsbeschleunigung und Geweberegeneration sind die beiden großen Stärken dieses Mittels.

Myristica sebifera (Talgmuskatnussbaum): Die auch „homöopathisches Messer“ genannte Heilpflanze hat sich bei allen Eiterprozessen bewährt, die rasch reifen sollen. Boericke nennt Myristica „ein Mittel von großer antiseptischer Kraft.“ Traumatische Infektionen, phlegmonöse Entzündungen und Schmerzen im umliegenden Gewebe reagieren gut auf die Gabe dieses Mittels. Myristica beschleunigt jeden Eiterungsprozess und verkürzt seine Dauer. Oft macht es den chirurgischen Eingriff überflüssig, weil Abszesse von selbst abheilen. Myristica moduliert ihren Ablauf und beugt Komplikationen vor.

Indikationen für den (unterstützenden) Einsatz von Acidum silicicum und Myristica sebifera

• Eiterungen an Mundschleimhaut und Zahnfleisch wie Parodontitis und Aphthen
• offenes Bein
• Akne vulgaris
• Furunkel und Karbunkel
• Impetigo
• phlegmonöse Entzündungen der Haut
• Nagelbettentzündungen
• eiternde Wunden
• eitrige Mandelentzündungen
• eitrige Knochenentzündungen
• eitrige Bindehaut- und Hornhautentzündungen, Gerstenkorn
• eitrige Mittelohrentzündung
• eitrige Rhinitis und Sinusitis
• eiternde Hämorrhoiden
• eiternde Darmfissuren und -fisteln
• eitrige Entzündungen der Gelenke
• eiternde Dekubitalgeschwüre

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Chronische Eiterungen der Haut.

Zusammensetzung:

10,0 g enthalten - Wirkstoffe:

Acidum silicicum (Kieselsäure) Dil. D 8 5,0 g
Myristica sebifera (Talgmuskatnussbaum) Dil. D 3 5,0 g

Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei Alkoholkranken. Wegen des Alkoholgehaltes bei Leberkranken, Epileptikern und bei Personen mit organischen Erkrankungen des Gehirns nur nach Rücksprache mit dem Arzt. In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb und wegen des Alkoholgehaltes bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Dieses Arzneimittel enthält 52 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen:

Keine bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden. Falls Sie sonstige Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden. Bei chronischen Verlaufsformen nehmen Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1 - 3 x täglich 5 - 10 Tropfen. Mit Flüssigkeit verdünnt (z.B. 1/2 Glas Wasser), am besten vor den Mahlzeiten. Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne medizinischen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindeshaltbarkeit 5 Jahre. Nicht über 30° C aufbewahren.

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Telefon: 0 81 52 / 93 22 -0 Telefax: 0 81 52 / 93 22 -44