Ursinol®

Homöopathisches Arzneimittel bei Blasenentleerungsstörungen

Darreichungsform:
Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

Ursinol - homöopathisches Arzneimittel bei Blasenentleerungsstörungen 

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
N1-50 ml, PZN 4682077

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blase ist ein aus glatter Muskulatur gebildetes Hohlorgan. Ihre Lage ist im kleinen Becken unmittelbar hinter Symphyse und Schambein. Die Harnblase fasst maximal ca. 800 ml, jedoch ist die Miktion (Blasenentleerung) bereits ab einer Füllmenge von ca. 300 ml zu beobachten. Füllt sich die Harnblase über ein bestimmtes Maß und vergrößert sich somit die Muskeldehnung, so wird dies durch Dehnungsrezeptoren registriert und an den Hirnstamm weitergeleitet. Vom Reflexzentrum im Gehirn geht der Impuls über die vegetativ-motorischen Zellen im unteren Rückenmark weiter zu Harnblase und Harnröhre. Der für die Entleerung der Harnblase verantwortliche Schließmuskel wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Die etwa tischtennisballgroße Prostata ist eine Geschlechtsdrüse des Mannes und befindet sich zwischen der Harnblase und der Beckenbodenmuskulatur. Durch die aus etwa 40 Einzeldrüsen bestehende Prostatadrüse wird die Harn-Samen-Röhre umschlossen.

Erkrankungen der Blase und der Prostata

Zu den Blasenentleerungsstörungen wird die Harninkontinenz gerechnet, welche zum unwillkürlichen Harnabgang - häufig bei älteren Patienten beider Geschlechter - führt. Hierbei sind verschiedene Formen wie die Streß-, Drang-, Überlaufinkontinenz sowie die neurogene und extraurethrale Inkontinenz mit jeweils unterschiedlichen Ursachen bekannt. Im Bereich der Prostata kann es u.a. zu entzündlichen Veränderungen (Prostatitis) aufgrund bakterieller Effekte kommen, welche sich u.a. in Symptomen wie häufiger Entleerung geringer Harnmengen (Pollakisurie), Blut im Harn (Hämaturie), Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), Ausfluss aus der Harnröhre u.a. äußern kann.

Die gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, Prostataadenom) stellt eine der häufigsten Erkrankungen bei den über 50-jährigen Männern dar, welche hiervon zu 50 % betroffen sind. Die Harnröhre wird dabei zunehmend enger, die Entleerung des Harns dadurch behindert. Folge ist z.B., dass die Miktion später einsetzt und der Patient häufiger zur Toilette und dabei verstärkt pressen muss, um sich zu entleeren (Stadium I), dass sich im Stadium II Restharn bildet, eine komplette Entleerung der Blase also nicht mehr möglich ist. Folge ist ein fast ständiger Harndrang sowie gleichzeitig eine verringerte Harnmenge. Stadium III-Patienten leiden an einer Überlaufblase mit Rückstau des Harns bis zu den Nieren mit der Gefahr der Nierenfunktionsschädigung.

Behandlungsansätze

Die Therapie der Inkontinenz orientiert sich an den Ursachen. Komplikationen bei der Miktion wie Harnverhalt oder Restharnbildung müssen z.T. operativ beseitigt werden. Prostatabeschwerden werden u.a. mit pflanzlichen Arzneimitteln behandelt. Als Alternative zur herkömmlichen medikamentösen Therapie bieten sich vor allem homöopathische Zubereitungen wie das Kombinationspräparat Ursinol® an. Es enthält homöopathische Auszüge aus Chimaphila umbellata, Populus tremuloides und Sabal serrulata/Serenoa repens, jeweils in der Potenzstufe Dil. D 2.

Die Wirkungsrichtungen der Bestandteile von Ursinol®

Chimaphila umbellata, das doldige Winterlieb wächst in trockenen Kiefernwäldern Europas und ist botanisch der Bärentraube sehr nahestehend. Beide Pflanzen enthalten als Hauptinhaltsstoff Arbutin. In der Homöopathie ist für Chimaphila umbellata eine Wirkung bei chronischen Entzündungen der ableitenden Harnwege sowie der Vorsteherdrüse belegt. Es wird außerdem eingesetzt bei chronischem Blasen- und Nierenbeckenkatarrh mit schleimig-eitrigem Sediment und übelriechendem Harn. Harndrang, Verhaltung und Ballgefühl im Damm sind charakteristisch für Chimaphila, ebenso können Schmerzen vom Blasenhals durch die Harnröhre, Abgang von Prostataflüssigkeit, Prostatavergrößerung und -reizung auftreten.

Populus tremuloides, die amerikanische Zitterpappel, ist eine nahe Verwandte unserer heimischen Espe. Für Populus liegt eine positive Aufbereitungsmonographie für die Anwendungsgebiete „Entzündungen und Entleerungsstörungen der Harnblase“ vor. In der homöopathischen Fachliteratur hat Populus eine organotrope Beziehung zu den Harnorganen, weshalb es gegen Blasenkatarrhe sowie bei Prostatahypertrophie häufig eingesetzt wird. Populus tremuloides wird als gutes Mittel bei Blasenbeschwerden nach Operationen und in der Schwangerschaft geschätzt. Brennen und Schmerzen beim Harnlassen sind charakteristische Beschwerden des Populus-Patienten. Der Harn kann Schleim und Eiter enthalten, nach der Miktion tritt Schmerz hinter dem Schambein auf, beim Mann ist die Prostata  vergrößert.

Serenoa repens/Sabal serrulata, die Sägepalme, ist in Nordamerika von Florida bis North Carolina verbreitet. Die Aufbereitungsmonographie der Kommission D bestätigt homöopathischen Zubereitungen von Serenoa repens eine Wirksamkeit bei Entzündungen der ableitenden Harnwege sowie bei Blasenentleerungsstörungen. Aus den olivgroßen, dunkelroten Palmenfrüchten gefertigte homöopathische Zubereitungen werden bei Harnverhaltung, bei den Frühsymptomen der Prostatahypertrophie und den ersten Stadien einer noch mehr funktionellen Behinderung des Harnabflusses eingesetzt. Beim Blasenkatarrh mit und ohne Prostata-Adenom sowie bei Harninkontinenz der Sabal-Patienten tröpfelt bei jeder Anstrengung, beim Husten sowie beim Lachen der Harn weg. Nachts ist mehrmals aufzustehen, damit das Bett nicht eingenässt wird. Sabal serrulata steht homöopathisch für Reizbarkeit der Genital- und Harnorgane und wird verwendet bei Zystitis mit Prostatahypertrophie.

Für alle in Ursinol® enthaltenen arzneilich wirksamen Bestandteile beurteilen die jeweiligen Aufbereitungsmonographien der Kommission D Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen als "nicht bekannt". Ursinol® ist zugelassen zur Behandlung der in den Arzneimittelbildern der Einzelbestandteile beschriebenen Indikationen, unter anderem von Blasenentleerungsstörungen. Damit steht eine komplementärmedizinische, gut verträgliche Alternative zur Behandlung urologischer Beschwerden bei Mann und Frau zur Verfügung. Aufgrund der nicht beschränkten Dauer der Anwendung bietet sich auch ein Einsatz bei chronischen Verlaufsformen an.

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Blasenentleerungsstörungen. Hinweis: Bei Blut im Urin oder akuter Harnverhaltung ist ein Arzt aufzusuchen. Bei Prostatabeschwerden ist regelmäßig ein Arzt aufzusuchen, da das Arzneimittel nur die Beschwerden bessert und nicht die Vergrößerung der Prostata behebt.

Zusammensetzung:

10,0 g enthalten - Wirkstoffe:

Chimaphila umbellata (doldiges Winterlieb) Dil. D 2 3,34 g
Populus tremuloides (amerikanische Zitterpappel) Dil. D 2 3,33 g
Serenoa repens (Sägepalme) Dil. D 2 3,33 g

Hergestellt nach homöopathischem Arzneibuch.

Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei Alkoholkranken. Ursinol® ist bei Leberkranken, Epileptikern und Personen mit organischen Erkrankungen des Gehirns erst nach Rücksprache mit dem Arzt anzuwenden. Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte Ursinol® nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Enthält 70 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen:

Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise sowie durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Erwachsene nehmen bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12 mal täglich, je 5-10 Tropfen ein, bei chronischen Verlaufsformen 1-3 mal täglich 5-10 Tropfen ein. Mit Flüssigkeit verdünnt (z. B. 1/2 Glas Wasser), am besten vor den Mahlzeiten. Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen:

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 5 Jahre.

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