Ursinol® S

Homöopathisches Arzneimittel bei Blasenentleerungsstörungen

Darreichungsform:
Tabletten zum Einnehmen

 Ursinol S - homöopathisches Arzneimittel bei Blasenentleerungsstörungen

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
N1-75 Tabletten, PZN 0073111

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blase ist ein aus glatter Muskulatur gebildetes Hohlorgan. Ihre Lage ist im kleinen Becken unmittelbar hinter Symphyse und Schambein. Die Harnblase fasst maximal ca. 800 ml, jedoch ist die Miktion (Blasenentleerung) bereits ab einer Füllmenge von ca. 300 ml zu beobachten. Füllt sich die Harnblase über ein bestimmtes Maß und vergrößert sich somit die Muskeldehnung, so wird dies durch Dehnungsrezeptoren registriert und an den Hirnstamm weitergeleitet. Vom Reflexzentrum im Gehirn geht der Impuls über die vegetativ-motorischen Zellen im unteren Rückenmark weiter zu Harnblase und Harnröhre. Der für die Entleerung der Harnblase verantwortliche Schließmuskel wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Die etwa tischtennisballgroße Prostata ist eine Geschlechtsdrüse des Mannes und befindet sich zwischen der Harnblase und der Beckenbodenmuskulatur. Durch die aus etwa 40 Einzeldrüsen bestehende Prostatadrüse wird die Harn-Samen-Röhre umschlossen.

Erkrankungen der Blase und der Prostata

Zu den Blasenentleerungsstörungen wird die Harninkontinenz gerechnet, welche zum unwillkürlichen Harnabgang - häufig bei älteren Patienten beider Geschlechter - führt. Hierbei sind verschiedene Formen wie die Streß-, Drang-, Überlaufinkontinenz sowie die neurogene und extraurethrale Inkontinenz mit jeweils unterschiedlichen Ursachenbekannt. Im Bereich der Prostata kann es u.a. zu entzündlichen Veränderungen (Prostatitis) aufgrund bakterieller Effekte kommen,welche sich u.a. in Symptomen wie häufiger Entleerung geringer Harnmengen (Pollakisurie), Blut im Harn (Hämaturie), Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), Ausfluss aus der Harnröhre u.a. kommen kann.

Die gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, Prostataadenom) stellt eine der häufigsten Erkrankungen bei den über 50-jährigen Männern dar, welche hiervon zu 50 % betroffen sind. Die Harnröhre wird dabei zunehmend enger, die Entleerung des Harns dadurch behindert. Folge ist z.B., dass die Miktion später einsetzt und der Patient häufiger zur Toilette muss und dabei verstärkt pressen muss, um sich zu entleeren (Stadium I), dass sich im Stadium II Restharn bildet, eine komplette Entleerung der Blase also nicht mehr möglich ist. Folge ist ein fast ständiger Harndrang sowie gleichzeitig eine verringerte Harnmenge. Stadium III-Patienten leiden an einer Überlaufblase mit Rückstau des Harns bis zu den Nieren mit der Gefahr der Nierenfunktionsschädigung.

Behandlungsansätze

Die Therapie der Inkontinenz orientiert sich an den Ursachen. Komplikationen bei der Miktion wie Harnverhalt oder Restharnbildung müssen z.T. operativ beseitigt werden. Prostatabeschwerden werden u.a. mit pflanzlichen Arzneimitteln behandelt. Als Alternative zur herkömmlichen medikamentösen Therapie bieten sich vor allem homöopathische Zubereitungen wie das Kombinationspräparat Ursinol® S an. Es enthält homöopathische Auszüge aus Chimaphila umbellata, Populus tremuloides und Sabal serrulata/Serenoa repens, jeweils in der Potenzstufe Dil. D 2.

Die Wirkungsrichtung der Bestandteile von Ursinol® S

Chimaphila umbellata, das doldige Winterlieb wächst in trockenen Kiefernwäldern Europas und ist botanisch der Bärentraube sehr nahestehend. Beide Pflanzen enthalten als Hauptinhaltsstoff Arbutin. In der Homöopathie ist für Chimaphila umbellata eine Wirkung bei chronischen Entzündungen der ableitenden Harnwege sowie der Vorsteherdrüse belegt. Es wird außerdem eingesetzt bei chronischem Blasen- und Nierenbeckenkatarrh mit schleimig-eitrigem Sediment und übelriechendem Harn. Harndrang, Verhaltung und Ballgefühl im Damm sind charakteristisch für Chimaphila, ebenso können Schmerzen vom Blasenhals durch die Harnröhre, Abgang von Prostataflüssigkeit, Prostatavergrößerung und -reizung auftreten.

Populus tremuloides, die amerikanische Zitterpappel, ist eine nahe Verwandte unserer heimischen Espe. Für Populus liegt eine positive Aufbereitungsmonographie für die Anwendungsgebiete „Entzündungen und Entleerungsstörungen der Harnblase“ vor. In der homöopathischen Fachliteratur hat Populus eine organotrope Beziehung zu den Harnorganen, weshalb es gegen Blasenkatarrhe sowie bei Prostatahypertrophie häufig eingesetzt wird. Populus tremuloides wird als gutes Mittel bei Blasenbeschwerden nach Operationen und in der Schwangerschaft geschätzt. Brennen und Schmerzen beim Harnlassen sind charakteristische Beschwerden des Populus-Patienten. Der Harn kann Schleim und Eiter enthalten, nach der Miktion tritt Schmerz hinter dem Schambein auf, beim Mann ist die Prostata  vergrößert.

Serenoa repens/Sabal serrulata, die Sägepalme, ist in Nordamerika von Florida bis North Carolina verbreitet. Die Aufbereitungsmonographie der Kommission D bestätigt homöopathischen Zubereitungen von Serenoa repens eine Wirksamkeit bei Entzündungen der ableitenden Harnwege sowie bei Blasenentleerungsstörungen. Aus den olivgroßen, dunkelroten Palmenfrüchten gefertigte homöopathische Zubereitungen werden bei Harnverhaltung und bei den Frühsymptomen der Prostatahypertrophie und den ersten Stadien einer noch mehr funktionellen Behinderung des Harnabflusses eingesetzt. Beim Blasenkatarrh mit und ohne Prostata-Adenom sowie bei Harninkontinenz der Sabal-Patienten tröpfelt bei jeder Anstrengung, beim Husten sowie beim Lachen der Harn weg. Nachts ist mehrmals aufzustehen, damit das Bett nicht eingenässt wird. Sabal serrulata steht homöopathisch für Reizbarkeit der Genital- und Harnorgane und wird verwendet bei Zystitis mit Prostatahypertrophie.

Für alle in Ursinol® S enthaltenen arzneilich wirksamen Bestandteile beurteilen die jeweiligen Aufbereitungsmonographien der Kommission D Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen als "nicht bekannt". Ursinol® S ist zugelassen zur Behandlung der in den Arzneimittelbildern der Einzelbestandteile beschriebenen Indikationen, unter anderem von Blasenentleerungsstörungen. Damit steht eine komplementärmedizinische, gut verträgliche Alternative zur Behandlung urologischer Beschwerden bei Mann und Frau zur Verfügung. Aufgrund der nicht beschränkten Dauer der Anwendung bietet sich auch ein Einsatz bei chronischen Verlaufsformen an.

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Blasenentleerungsstörungen. Hinweis: Bei Blut im Urin oder akuter Harnverhaltung ist ein Arzt aufzusuchen. Bei Prostatabeschwerden ist regelmäßig ein Arzt aufzusuchen, da das Arzneimittel nur die Beschwerden bessert und nicht die Vergrößerung der Prostata behebt.

Zusammensetzung:

Eine Tablette enthält - Wirkstoffe:

Chimaphila umbellata (doldiges Winterlieb) Trit. D 2 83,34 mg
Populus tremuloides (amerikanische Zitterpappel) Trit. D 2 83,33 mg
Serenoa repens (Sägepalme) Trit. D 2 83,33 mg

Sonstige Bestandteile: Magnesiumstearat, Kartoffelstärke. Hergestellt nach homöopathischem Arzneibuch.

Gegenanzeigen:

Bisher sind keine Gegenanzeigen bekannt. Siehe auch unter Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte Ursinol® S nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Warnhinweise:

Keine.

Wechselwirkungen:

Bisher sind keine Wechselwirkungen bekannt. Allgemeiner Hinweis: Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Erwachsene nehmen bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12 mal täglich, je eine Tablette ein, bei chronischen Verlaufsformen 1-3 mal täglich eine Tablette. Allgemeiner Hinweis: Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen:

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise für den Fall der Überdosierung und Anwendungsfehler:

Bei der Einnahme größerer Mengen des Arzneimittels kann es bei Personen mit Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) zu Magen-Darm-Beschwerden kommen oder eine abführende Wirkung auftreten.

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 4 Jahre.

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