Steiroderm®

Homöopathisches Arzneimittel bei Hauterkrankungen (Ekzeme)

Darreichungsform:
Mischung flüssiger Verdünnungen zum Einnehmen

 Steiroderm - homöopathisches Arzneimittel bei Hauterkrankungen (Ekzeme)

Packungsgröße und Pharmazentralnummer:
N1-50 ml, PZN 3495982

Abgabestatus:
Rezeptfrei ausschließlich in Apotheken (Apothekenpflichtig)

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ekzem ist eine Entzündung der Haut mit Juckreiz der Oberhaut. Es macht sich durch gleichzeitiges oder sukzessives Auftreten von juckenden Bläschen oder Knötchen bemerkbar. Diese können flechtenartig sein oder nässen. Typisch ist eine unscharfe Begrenzung. Ekzeme entwickeln sich auf der Basis einer erworbenen oder anlagebedingten individuellen Reagibilität und sind durch spezifische, z. B. allergene und unspezifische Reize auslösbar, z. B. durch Stress. Die genetisch bedingte Form, auch endogenes oder atopisches Ekzem genannt, beginnt oft schon im frühen Kleinkindalter. Ein akutes Ekzem, z. B. Urtikaria, entwickelt sich zunächst mit den Entzündungszeichen Rötung, Schwellung und Ödem. Nach der Phase der Bläschenbildung wird das Ekzem trocken. Es kommt zu Krustenbildung und Abschuppung.

Zieht sich dieses Stadium unverhältnismäßig in die Länge, kommt es zum chronischen Ekzem, das tendenziell trocken ist und auch primär chronisch auftreten kann. Zu den bekannten chronischen Formen zählt man Berufsekzeme, Milchschorf, Kinderekzeme, Ekzeme auf konstitutioneller Grundlage wie Neurodermitis und Psoriasis  sowie unterdrückte Ausschläge. Chronische Ekzeme gehen mit Schuppung, vermehrter Bildung oder verminderter Abstoßung von Hornzellen und mit Einrissen einher.

Zu den trockenen Ekzemen gehört auch das seborrhoische Ekzem. Diese leichte Form ist sehr weit verbreitet und findet sich in erster Linie bei Männern in Form von fettig-gelblichen, kleieförmigen Schuppen auf der Kopfhaut. Das seborrhoische Ekzem ist meist Ausdruck einer chronischen Übersäuerung als Folge von Fehlernährung.

Nach dem Verständnis der Naturheilkunde sind Hautausschläge ein Versuch des Körpers, krankmachende Störungen aus seinem Inneren nach außen zu treiben. Deshalb sollte man Ekzeme nach Möglichkeit nicht unterdrücken, da man die Krankheit, dessen Ausdruck der Ausschlag ist, auf diese Weise wieder in den Körper zurücktreibt. Ekzemerkrankungen können sehr hartnäckig sein. Sie brauchen eine zweigleisige Therapie: Lokalbehandlungen zur Linderung des Juckreizes und zur Anregung der Hautregeneration sowie die Behandlung tiefer liegender Ursachen, z. B. Nahrungsmittelallergien, Arzneimittel- und Histaminunverträglichkeit oder chronischer Stress. Stärkend auf die Haut wirken auch Buchinger-Fasten, Rohkost-Kuren nach Bircher-Benner, Luftbäder, Trockenbürsten, Wechselgüsse und atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen.

Graphites (Reißblei) ist ein bewährtes Präparat bei psorischer Konstitution und Insuffizienz des Lymphsystems. Hautausschläge aller Art und Lymphdrüsenschwellungen reagieren gut auf dieses Mittel, vor allem langwierige trockene Ekzeme, rote Flecken, erysipelatöse Entzündungen, blasiges Erysipel, ferner Pickel- und Knötchenausschlag, Dekubitus, herabgesetzte Hautresistenz, Geschwüre und entzündete Narben. Das Hautjucken steht im Zentrum des Mittelbildes. Es bessert sich durch Graphitesgabe ganz erheblich. Vermutlich ist dies auf eine Aktivierung des Lymphsystems zurückzuführen, das durch Graphites deutlich entlastet wird.

Petroleum rectificatum (Steinöl) ist eng mit Graphites verwandt und gehört zu Hahnemanns führenden Antipsorika für langdauernde und tiefsitzende Krankheiten. Bei Hauterkrankungen stehen Juckreiz und Brennen im Zentrum des Mittelbildes. Die Ekzeme sind schmerzhaft empfindlich und gereizt, die Haut wund und mit ausgeprägter Neigung zum Dekubitus. Die brennenden Empfindungen sind sehr ausgeprägt. Petroleum ist ein erstrangiges homöopathisches Mittel zur Therapie von Nesselausschlag und zur Behandlung von Pruritus alter Patienten.

Sulfur jodatum (Schwefeljodid) ist ein kräftiges Resorptionsmittel bei Lymphatismus und seinen allergischen Folgebeschwerden. Juckende und brennende Ekzeme reagieren fast immer gut auf Sulfurgabe. Sulfur jodatum ist ein homöopathischer Klassiker bei hartnäckigen Hautleiden, z. B. Bartflechte, Gesichtsekzeme, Akne und Urtikaria an den Armen. Die zentrifugale Kraft des Sulfurs treibt Krankheitsprozesse nach außen und bringt sie über die Haut zum Abklingen. Die Jodkomponente in Sulfur jodatum wirkt stoffwechselaktivierend und anregend auf die Entgiftungsprozesse. Damit kommt es zu einer Entlastung von Lymphsystem und Immunsystem. Die Ekzembereitschaft geht deutlich zurück.

Indikationen für den (unterstützenden) Einsatz von Graphites, Petroleum rectificatum und Sulfur jodatum

• Pilzinfektionen der Haut (Pityriasis versicolor)
• Rhagaden
• Kontaktekzeme
• Nesselsucht (Urtikaria)
• Adjuvans bei allergisch bedingten Ekzemen
• seborrhoisches Ekzem
• Neurodermitis
• Psoriasis
• Schüppchenrose (Pityriasis rosea)
• Grindflechte (Impetigo)
• Wundrose (Erysipel)
• Fieberblasen (Herpes simplex)
• Wundliegen (Dekubitus)

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Ekzeme.

Zusammensetzung:

10,0 g enthalten - Wirkstoffe:

Graphites (Reißblei) Dil. D 8 3,34 g
Petroleum rectificatum Dil. D 6 3,33 g
Sulfur jodatum (Schwefeljodid) Dil. D 6 3,33 g

Gegenanzeigen:

Nicht anwenden bei Alkoholkranken, in der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Säuglingen und Kleinkindern. Steiroderm soll bei Schilddrüsenerkrankungen und wegen des Alkoholgehaltes bei Lebererkrankungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei älteren Kindern bis 12 Jahren liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren, auch wegen des Alkoholgehaltes, nicht angewendet werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Enthält 52 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen:

Keine bekannt. Allgemeiner Hinweis: In der Homöopathie ist bekannt, dass die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden kann. Die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:

Die Dosierung erfolgt individuell. Zur Orientierung können folgende Angaben herangezogen werden: Bei akuten Zuständen je 5-10 Tropfen alle halbe bis ganze Stunde, jedoch höchstens 12 mal täglich; bei chronischen Verlaufsformen je 5-10 Tropfen 1-3 mal täglich. Mit Flüssigkeit verdünnt (z.B. 1/2 Glas Wasser) vor den Mahlzeiten einnehmen. Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Nebenwirkungen:

Keine bekannt. Hinweis: Bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung).

Hinweise und Anhaben zur Haltbarkeit:

Mindesthaltbarkeit 5 Jahre.

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